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Einsatzeinheit Nord

Die DRK Einsatzeinheit Nord ist ein Instrument der Gefahrenabwehr. Durch die Einsatzeinheit ist es möglich, schnell und effektiv die Lücke zwischen einem kleinen Schadensfall, z.B. einem Verkehrsunfall und einer Großschadenlage zu füllen.

Der "normale" Rettungsdienst ist für die Individualversorgung von Verletzten und Erkrankten ausgelegt. Dies bedeutet, das normalerweise pro Patient ein Rettungswagen zur Verfügung steht. Bei einem Massenanfall von Verletzten und Erkrankten (MANV) ist diese Versorgung nicht mehr möglich. Hier setzt unter anderem die Einsatzeinheit ein und übernimmt Teilbereiche im Hilfeleistungsablauf.

Die Arbeitskapazität einer Einsatzeinheit ist bei einer Mischlage für die Versorgung von 20 Verletzten und 100 Betroffenen ausgelegt. Bei einer reinen Betreuungslage kann die Einsatzeinheit bis zu 500 Menschen betreuen und verpflegen. In diesem Fall kommt freies Sanitäts- und Technikpersonal zu der Betreuungsgruppe hinzu.


Der Führungstrupp

Der Führungstrupp der Einsatzeinheit besteht aus dem Zugführer, seinem Stellvertreter (zgl. Gruppenführer) und zwei Führungshelfern.

Der Zugführer ist vor einem Einsatz für die Ausbildung und Einsatzfähigkeit der Einsatzeinheit verantwortlich. Im Einsatz führt er die Einsatzeinheit und ist Vorgesetzter aller Helfer seiner Einheit. Er untersteht der Einsatzleitung vor Ort, dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst oder seinem Abschnittsleiter. Der Zugführer kann auch selbst - bei entsprechender Ausbildung - als Abschnittsleiter eingesetzt werden und führt dann evtl. auch mehrere Einheiten.

Der stellvertretende Zugführer muss die gleichen Ausbildungen aufweisen können. Die Führungshelfer müssen "fit" im Umgang mit moderner Kommunikationstechnik (Funk, Mobiltelefon, Fax usw.) sein. Sie übernehmen die Kommunikation für den Zugführer, führen das Einsatztagebuch, Fahren den Einsatzleitwagen usw.


Die Einheit

Die Einheit besteht aus den Helfern verschiedenster kleinerer und größerer Ortsvereine aus dem Gebiet des DRK Kreisverbandes Steinfurt e.V. im Landkreis Steinfurt. Wie unten in der Karte farblich Markiert sind dies die Ortsvereine: Ochtrup, Neuenkirchen, Burgsteinfurt, Wettringen, Rheine, Mesum und Metelen.

Ausrückegebiet: Aufgrund einer Neustrukturierung der Alarm- und Ausrückeordnungen (AAO) für die Einsatzeiheiten im Jahr 2007 wurde für jede Gemeinde des Landkreises eine erstausrückende Einheit für den Alarmfall bestimmt. Aufgrund dieser Änderungen teilt sich die EE 1 ihr Ausrückegebiet nun mit der Einheit 5 der Malteser. So ist die EE 1 zwar nicht mehr in jedem Ort in ihrem ehemaligen Ausrückebereich im ersten Alarm zuständig, jedoch spätestens wenn eine zweite Einheit zur Verstärkung herzugegezogen wird geht die EE 1 in den Einsatz.
Insgesamt umfasst das Einsatzgebiet 6 Städte und Gemeinden mit rund 158.000 Einwohnern. Autobahnabschnitte der BAB 30 und BAB 31 liegen ebenso im bzw. grenzen an den Zuständigkeitsbereich wie große Industriebetriebe und Sondergefahrenquellen wie etwa die Sondermülldeponie in Ochtrup und die Urananreicherungsanlage in Gronau im benachbarten Landkreis Borken.

Austattung: Die Ausstattung der Einheit besteht aus dreierlei Komponenten: Fahrzeuge des Bundes, Fahrzeuge des Landes und Fahrzeuge die von der Organisation (den Ortsvereinen) gestellt werden. Das für den Einsatz benötigte Material gehört fest zu den Ausstattungen der einzelnen Fahrzeuge. So wird sicher gestellt, dass in jedem Fall und für jede Veränderung der Einsatzlage entsprechendes Material zur Verfügung steht. Auch wenn im Einsatz im Normalfall bei weitem nicht alles Material benötigt wird. Die Einsatzfahrzeuge BUND und LAND sind einsatztaktisch begründet auf die einzelnen Ortsvereine verteilt und werden dort neben den sonstigen Fahrzeugen der Ortsvereine vorgehalten. Bei den organisationseigenen Fahrzeugen handelt es sich um KFZ die sich im Besitz der Ortsvereine befinden, von diesen jedoch für die Aufgaben und Einsätze des Katastrophenschutzes bereit gestellt werden.<

Struktur: Die EE 1 ist eine multifunktionale Einheit des Katastrophenschutzes, der Gefahrenabwehr und des Zivilschutzes. Die gültige Rahmenvorgabe ist die Struktur der "Einsatzeinheit NRW", die sich nur in Details vom bundesweit anerkannten und praktizierten System der Einsatzeinheiten der Hilfsorganisationen unterscheidet und auf eine Sonderregelung für das Bundesland Nordrhein-Westfalen zurückgeht.

Sie verbindet vier Fachdienste mit 33 Helfern in vier Gruppen und Trupps mit entsprechenden weiteren Untergliederungen, folgenden Stärken und Fahrzeugen:       

Sie ist multifunktional, da die Grundausbildung der Einsatzkräfte Anteile jedes Fachbereichs enthällt. Die Gruppen und Trupps sind in der Lage zusammen einen einzigen Einsatzauftrag zu erledigen, oder in einer komplexeren Lage Einzelaufträge gemäß ihres Fachdienstes auszuführen.        

Eine zusätzliche Stärke ist die gute Alarmierbarkeit der Helfer, größtenteils inzwischen über digitale Funkmeldempfänger, und die u.A. damit zusammenhängenden schnellen Ausrückzeiten der ersten Fahrzeuge von unter 10 Minuten in einem Alarmfall.

  • Zugtrupp
  • Fachgruppe: Betreuung
  • Fachgruppe: Sanität
  • Fachtrupp: Technik
  • 1/1/2//4
  • 4/11//15
  • 1/3/6/10
  • 1/2//4
  • Einsatzleitwagen (ELW1)
  • Kombi "Unterkunft", Kombi "Soziale Betreuung" + Anhänger "Betreuung", LKW + Feldkochherd (FKH)
  • Gerätewagen Sanitätsdienst (GWSan), Krankentransportwagen (KTW), Krankentransportwagen 4-Tragen (KTW-4)
  • Gerätewagen Technik (GW Technik) + Anhänger "Technik"